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Die Wissenschaft der Dispersionsfarbstoffe in der Polyesterfärbung
Polyester ist eine synthetische Faser, die sich durch ihre hydrophobe Natur und hohe Kristallinität auszeichnet und dadurch beständig gegen herkömmliche wasserlösliche Farbstoffe ist. Um lebendige und dauerhafte Farben zu erzielen, setzt die Industrie auf Dispersionsfarbstoffe. Hierbei handelt es sich um nichtionische Chemikalien mit geringer Wasserlöslichkeit, die unter bestimmten thermischen Bedingungen in der Fasermatrix sublimieren oder sich darin auflösen. Da Polyester über reaktive Gruppen zur chemischen Bindung verfügt, handelt es sich beim Färbeprozess im Wesentlichen um ein physikalisches Phänomen, bei dem Farbstoffmoleküle in die erweichten Polymerketten des Stoffes wandern.
Hauptmerkmale von Dispersionsfarbstoffen
- Hohe Sublimationsechtheit, um Farbverlust beim Thermofixieren zu verhindern.
- Hervorragende Licht- und Waschechtheit, da der Farbstoff in der Faser eingeschlossen ist.
- Unterschiedliche Molekülgrößen, kategorisiert in E-Typ (niedrige Energie) und S-Typ (hohe Energie).
Die Hochtemperatur- und Hochdruck-Färbemethode (HTHP).
Die am weitesten verbreitete industrielle Methode für Färben von Polyestergeweben ist der HTHP-Prozess. Da die Glasübergangstemperatur (Tg) von Polyester etwa 80 °C beträgt, bleibt die Faser beim Siedepunkt zu steif, um Farbstoff durchdringen zu können. Durch Erhöhung des Drucks und Erhöhung der Temperatur auf etwa 130 °C gewinnen die Polymerketten genügend kinetische Energie, um „Hohlräume“ oder Öffnungen zu erzeugen. In diese Lücken diffundieren dann die dispersen Farbstoffmoleküle. Sobald die Temperatur gesenkt wird, „schließt“ sich die Faserstruktur und bindet die Farbe effektiv im Filament.
| Parameter | Standardsortiment | Zweck |
| Temperatur | 125°C - 135°C | Quellung der Faser für den Farbstoffeintritt |
| pH-Wert | 4,5 - 5,5 (sauer) | Verhindert Farbstoffhydrolyse und -instabilität |
| Färbezeit | 30 - 60 Minuten | Gewährleistung von Gleichmäßigkeit und Erschöpfung |
Trägerfärben: Eine Alternative für empfindliche Mischungen
In Fällen, in denen keine Hochdruckausrüstung verfügbar ist oder der Stoff aus einer empfindlichen Mischung besteht, die 130 °C nicht aushält, werden „Träger“ verwendet. Träger sind organische Verbindungen wie Phenole oder chlorierte Kohlenwasserstoffe, die dem Färbebad zugesetzt werden und als Quellmittel wirken. Sie senken vorübergehend die Glasübergangstemperatur des Polyesters und ermöglichen so eine Färbung bei 100 °C. Diese Methode ist zwar effektiv, erfordert jedoch eine gründliche Nachbearbeitung, um verbleibende Chemikalien zu entfernen, da diese geruchsintensiv oder giftig sein können.
Kritische Schritte im Carrier-Prozess
- Emulgieren des Trägers vor der Zugabe zur Färbeflotte.
- Vorwärmen des Stoffes, um eine gleichmäßige Trägeraufnahme sicherzustellen.
- Intensive Reduktionsreinigung zur Entfernung von oberflächengebundenem Träger und Farbstoff.
Nachbehandlungen nach dem Färben: Reduktionsklärung und Thermofixierung
Um die höchste Qualität zu gewährleisten, muss Polyester einem „Reduction Clearing“ unterzogen werden. Während der Abkühlphase des Färbens bleiben zwangsläufig einige Dispersionsfarbstoffpartikel auf der Oberfläche der Faser und nicht im Inneren der Faser. Wenn diese Partikel nicht entfernt werden, führen sie zu schlechter Reibechtheit und stumpferen Farben. Eine Lösung aus Natriumhydrosulfit und Natronlauge wird verwendet, um den Oberflächenfarbstoff chemisch zu zerstören, ohne die Farbe im Inneren der Faser zu beeinträchtigen. Anschließend erfolgt eine Thermofixierung, um die Stoffmaße zu stabilisieren und den endgültigen Farbton zu fixieren.
Ein sekundärer, aber wichtiger Aspekt der Nachbehandlung ist die Anwendung von Antistatika. Da Polyester anfällig für statische Aufladung ist, verbessern diese Ausrüstungen die Haptik und den Fall des Stoffes und machen ihn für hochwertige Bekleidung und Heimtextilien geeignet. Eine ordnungsgemäße Temperaturkontrolle während der abschließenden Trocknungsphase ist wichtig, um eine „Thermomigration“ zu verhindern, bei der sich Farbstoffmoleküle zurück an die Oberfläche bewegen und die während der Reduktionsreinigungsphase erreichte Waschechtheit beeinträchtigen.

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